Istanbul-Protokoll
Notizen zur Pressekonferenz des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte
28. Juni 2022
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Genf
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Am Mittwoch wird in Genf eine überarbeitete Fassung eines wichtigen Menschenrechtsdokuments – des Istanbul-Protokolls – vorgestellt. Seit 1999 legt das Istanbul-Protokoll internationale Standards für die Untersuchung und Dokumentation von Folter- und Misshandlungshandlungen fest und bietet wichtige Leitlinien für medizinische, Strafverfolgungs-, Strafverfolgungs-, Justiz- und andere relevante Fachkräfte.
Die Überarbeitung des Istanbul-Protokolls – das Handbuch zur wirksamen Untersuchung und Dokumentation von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe, wie es mit vollem Namen lautet – ist das Ergebnis eines sechsjährigen Prozesses, an dem 180 Experten aus 51 Ländern beteiligt waren.
Das Projekt wurde von vier zivilgesellschaftlichen Organisationen – Physicians for Human Rights, dem International Rehabilitation Council for Torture Victims, der Human Rights Foundation of Turkey und dem Redress Trust – sowie Mitgliedern von vier zentralen Anti-Folter-Gremien der UN geleitet: dem Komitee gegen Folter; der Unterausschuss zur Verhütung von Folter; der Sonderberichterstatter für Folter; und der UN-Freiwilligenfonds für Folteropfer.
Die überarbeitete Fassung bietet zusätzliche Anleitung für Angehörige der Gesundheitsberufe bei der Dokumentation von Folter und Misshandlung in verschiedenen Kontexten und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Staaten zur wirksamen Umsetzung des Protokolls.
Generell berücksichtigt die überarbeitete Fassung die jüngste Rechtsprechung zu Folterprävention, Rechenschaftspflicht und Wiedergutmachung sowie die Lehren, die aus der Anwendung des Protokolls in den letzten 20 Jahren gezogen wurden
Die überarbeitete Version wird hier verfügbar und durchsuchbar sein
Der offizielle Start am 29. Juni wird vom UN-Menschenrechtsbüro, der Genfer Akademie für humanitäres Völkerrecht und dem Redaktionsausschuss des Istanbul-Protokolls gemeinsam gesponsert. Die Veranstaltung findet von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Genfer Akademie statt und kann durch Registrierung auch auf Zoom verfolgt werden – Webinar-Anmeldung – Zoom.
In GenfRavina Shamdasani (+ 41 22 917 9169 / [email protected]) oder Liz Throssell (+ 41 22 917 9296 / [email protected])
In NairobiSeif Magango (+254 788 343 897 / [email protected])
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